Das hermeneutische Problem und die religiösen Traditionen
Gerardo Cunico
Sala: sala B
Data: 24 maggio 2010 - 17:00
Ultima modifica: 13 aprile 2010
Abstract
Die in Kants Religionsschrift entwickelte weltbürgerliche Perspektive der Bildung eines die Menschheit vereinigenden ethischen Gemeinwesens erfordert eine kritisch-hermeneutische Arbeit innerhalb der verschiedenen, geschichtlich gegebenen Glaubensgemeinschaften, in erster Linie im Blick auf ihre Lehrtraditionen und heiligen Schriften, welche zu einer möglichen Konvergenz beitragen sollte. Kants hermeneutische Ansätze und Kriterien bedürfen wegen ihrer nur partiellen Expliziertheit einer näheren Untersuchung, die nicht nur die expliziten Formulierungen beachten, sondern auch die konkreten Anwendungen und die jeweiligen Anwendungskontexte berücksichtigen, sowie die weiteren und tiefer gehenden theoretischen Implikationen des verstehenden Verfahrens im Horizont der universalistischen Zielsetzung klären soll.